• Marie Spitznagel

Fünf Tipps für gute Texte

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Hallo liebe:r Lesende,

schreibst du Texte, die irgendwo in den Untiefen des Internets gelesen werden sollen? Dann habe ich fünf Tipps für dich, die dir helfen »bessere« also lesbare und informative Texte zu schreiben.


Falls du jetzt über Suchanfragen, Social Media oder Geisterbeschwörung auf meinem Blog landest, fragst du dich vielleicht, was mich überhaupt dazu berechtigt dir zu erzählen, wie man »gute« Texte schreibt.

Wer ist die komische Frau, die mir einen erzählen will, überhaupt?

Hey! Ich bin Marie und inzwischen bin ich seit über 10 Jahren in den verschiedensten Arten als Texterin tätig. Ich glaube, ich habe für so ziemlich jede Gelegenheit schon geschrieben. Blogtexte für ein E-Commerce Unternehmen für Solarenergiekomponenten, Erklärtexte für Heimwerkerbedarf und Einrichtungsthemen allgemein. Ich habe für eine Lokalzeitung geschrieben, private Biografien und inzwischen zwei Romane und eine Kurzgeschichtensammlung.

Ich habe viel geschrieben, für verschiedene Anlässe und Kontexte, für Kunden, für Arbeitgeber, für mich und einfach so. Bei all diesen Gelegenheiten habe ich fünf Regeln gefunden, gelernt, entwickelt, die ich jetzt sehr gerne teilen möchte.

1. Online lesen ist anstrengend

Einen Text auf einem Bildschirm zu lesen ist anspruchsvoll für unsere Augen und unser Gehirn. Daher muss der Text einfach zu erfassen sein, die meisten Menschen scannen einen Text nach interessanten Schlagwörtern. Das erklärt, warum so viele Menschen sich auf Facebook in Kommentarspalten aufregen, ohne die Artikel gelesen zu haben. Mach es also allen einfach und arbeite mit reichlich Absätzen und Zwischenüberschriften.

Ein strukturierter Text ist ein lesbarer Text!

2. Wisse immer, für wen du schreibst

Egal ob du neu in einem Unternehmen anfängst und dort die Social Media Posts schreiben sollst, ob du deinen eigenen Blog aufsetzen magst oder ob du als Ghostwriter Texte im Stil deiner Kunden schreiben möchtest – du musst immer wissen, wen du ansprichst!

Wer ist die Zielgruppe? Wer soll den Text lesen?


Denn danach entscheidet sich, mit welcher Tonalität du schreibst. Wird im Text geduzt, gesiezt oder persönliche Ansprache ganz vermieden?

Schreibst du blumig und fröhlich oder sachlich und kurz?

Wird eine Geschichte erzählt oder einfach Fakten dargestellt?


Schwierig wird es vor allem, wenn du nicht in der eigenen »Schreibstimme« schreibst, sondern in der des Kunden oder des Unternehmens, für das du arbeitest. Lies dir also (wenn vorhanden) ältere Texte durch und mach dir eine Liste mit allem, das dir auffällt. Sprich mit deinem Kunden oder Chef genau darüber, was er sich wünscht.

3. Lerne recherchieren

Du weißt jetzt also, wie deine Leser:Innen angesprochen werden sollen. Jetzt geht es darum, die Informationen, die in deinem Text vermittelt werden sollen, zusammenzutragen. Keine Sorge - es geht nicht um eine Bob Woodward-ige Watergate Recherche, bei der du dich mit vermummten Informanten in zugigen Parkhäusern treffen musst.

Du musst auch nicht ein super Experte in dem Thema sein, über das du schreibst! Manchmal reicht es auch, Informationen zu diesen Themen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzutragen und zu einem eigenen Text zusammenzutragen. Aber Achtung: Auch wenn du natürlich im Internet recherchieren kannst, Texte stumpf zusammen zu kopieren ist nicht nur schlecht für dein Suchmaschinenranking, es ist auch abmahnbar und kann teuer werden.

Also, lies dich ein, finde gute Infos und trage sie zu einem Text zusammen. Denk immer daran: Egal, für welchen Zweck der Text entsteht, ob für den Verkauf, einen Unterhaltungsblog, Social Media oder um Traffic für eine Website zu generieren, Ziel ist immer, dass ihn jemand liest und etwas davon hat.

4. Rechtschreibung ist nicht überbewertet

Tippfehler zu verzeihen ist nicht schwer. Wenn der restliche Text sauber geschrieben ist. Niemand ist frei davon auch mal Fehler zu machen, sogar in mehrfach korrigierten Verlagsbüchern findet man mal welche und niemand mag die Leute, die jeden Kommafehler finden und genüsslich in den Kommentaren breittreten. Das ist aber kein Freifahrtschein, um nicht darauf zu achten korrekt zu schreiben.

Nicht vergessen: Am Bildschirm lesen ist sowieso schwierig, also mach es deinem Leser nicht noch schwerer, indem du ihn raten lässt, was du ihm sagen willst.

Wenn deine Rechtschreibung nicht so gut ist, lies! Lese alles, was dir in die Finger kommt. Und noch ein persönlich erpropter Tipp für Menschen mit Lese-Rechtschreibschwäche – wenn es dir schwer fällt, dich durch einen Text zu arbeiten, dann hör dir zuerst die Hörbücher an und lies den Text parallel mit.

5. Weniger i

st mehr

Lang ist kein Zeichen für »gut«. Fünfzeilige Schachtelsätze lassen dich nicht kompetenter wirken. Auch kurze Texte können einen großen Mehrwert enthalten. Du bist nicht Tolkin, du schreibst kein Fantasy-Epos, sondern einen Text der Informationen übermitteln soll. Je nach Thema reichen 800 Wörter locker aus.

Also lerne deine Texte zu kürzen! Deine Leser:innen werden es dir danken.


Besonders schwierig wird es, wenn du dich als Texter nach Wort bezahlen lässt. Inzwischen erkenne ich diese Texte auch relativ sicher, wenn ich online lese. Im Internet findest du auch sehr gute Tools, die dir helfen sinnlose Füllwörter zu finden.


Das waren meine 5 Tipps, um bessere Texte für Websites zu schreiben.

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Immer her damit! Ich bin gespannt.

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