• Marie Spitznagel

Mein Learning 2018 - Finde deine Nische

Aktualisiert: 10. Mai 2019



Einer der ersten Ratschläge, die man bekommt, wenn man sich selbstständig macht ist:

Finde deine Nische.

Finde dieses kleine Themengebiet, in dem du Experte bist und du dich von allen anderen abhebst. Easy.

Umso kleiner das Themengebiet, umso besser kannst du dich positionieren. Du kommst zwar dann für Viele nicht in Frage, aber für deine Zielgruppe bist du Ansprechpartner Nummer Eins.

Klar soweit? Man macht sich also nicht als Texterin selbstständig, sondern als Texterin für Renovierung und Einrichtung. In Rosa. Für Leute ohne Vorkenntnisse. Im Sommer. Oder so ähnlich.

Ich habe jetzt fast zwei Jahre rumprobiert, bis ich meine Nische einigermaßen festgelegt habe. Nicht nur für meine Tätigkeit als Texter, sondern auch für meine Bücher. Denn die stehen im Mittelpunkt. Damit möchte ich langfristig erfolgreich sein. Aber auch das war ein Prozess. Denn sich für etwas zu entscheiden, bedeutet auch immer, sich gegen etwas zu entscheiden.


Gerade am Anfang meiner Selbstständigkeit fand ich das gruselig und ich machte den gleichen dummen Fehler, wie schon so viele vor mir (und nach mir noch machen werden): Ich dachte meine Zielgruppe sind ALLE. Na klar.

Weil ALLE gerne Bücher über Drag Queens und dumme Erzengel lesen möchten. Natürlich ist das Quatsch und ich kann meine Zielgruppe nicht wirklich finden, wenn ich versuche die ganze Welt anzusprechen.

Meine Nische im Buchmarkt zu finden war vergleichsweise einfach: Ich schreibe Horrorkomödien, mit klischeefreien Charakteren und ohne herkömmliche Heldenstruktur. Ich schreibe, was ich lese. Ich schreibe nicht, was ich nicht lese. Ich schreibe keine Romanzen, Erotik oder Erotikromanzen über BDSM-Millionäre und naive Dummchen. Ich schreibe auch keine Fantasyromanzen über Orks und Elfen. Mit dieser Entscheidung positioniere ich mich klar gegen einen Trend und nehme mir selber ein großes Publikum. Aber das ist okay. Es kann halt auch nicht Jeder erotische Fantasy mit BDSM-Vampieren und naiven Werwölfen schreiben ... oder so ähnlich. Ich mag ja lieber die kitschfreie Fantasy.


Die Nische für meine Tätigkeit als Texterin zu finden ist allerdings schwieriger. Das hängt aber damit zusammen, dass es für mich im Moment eine "Übergangslösung" ist. Ich möchte schnellstmöglich mit meinen Büchern Geld verdienen, erwähnte ich das bereits?


Wie finde ich meine Nische?

Auf dem Weg zu meiner Positionierung stelle ich mir einige Fragen, je genauer ich sie beantworten kann, umso genauer kann ich meine Nische eingrenzen.

  • Was kann ich besonders gut?

  • Was möchte ich die nächsten Jahre machen?

  • Worüber möchte ich mehr lernen?

Natürlich ist es auch sinnvoll sich den Markt zu betrachten, was wird denn gerade gesucht, was ist im Trend. Aber danach allein sollte man sich nicht festlegen, denn Trends ändern sich und ich schreibe auch keine romantischen Komödien, obwohl sich das immer verkauft. Genauso wenig werde ich mich als Texterin auf IT Themen spezialisieren. Da habe ich nämlich keine Ahnung von.

Bisher schreibe ich über Inneneinrichtung und Renovierungsthemen. Weil mich niemand dafür bezahlt, dass ich Abhandlung darüber schreibe, warum das DCEU seine Hauptfiguren falsch darstellt.


Bis jetzt.

So.

Soviel erstmal dazu. Ich wende diese Fragen übrigens auch gerade auf meine Social Media Accounts an. Aktuell mache ich gerade wieder einen Instagram Kurs. Dieses Mal von Caroline Preuss. Bisher kann ich sie wirklich nur empfehlen.




Über Feedback freue ich mich natürlich immer.

Mit diesen neuen Erkenntnissen starte ich jetzt in 2019. Im Januar soll ja auch meine Kurzgeschichtensammlung erscheinen. Ich hoffe mal, dass das klappt.

Bis dahin wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr, ich werde wahrscheinlich wieder um 10.00 bei meiner besten Freundin auf der Couch einschlafen.


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