• Marie Spitznagel

Umbrella Academy - wie die XMen, nur besser (No Spoiler)

Kleiner Disclaimer am Anfang: Ich gehöre zu den Menschen, die nicht genug bekommen können von Comic-Verfilmungen oder Serien. Ich liebe sie und schaue so viele wie ich nur kann. "The Umbrella Academy" sticht aber hervor. Aus Gründen.


Verschiedene Nerd-Tuber feiern diese Serie schon wie die geilste Erfindung seit den Funko-Pops und ich mache mit. Die Serie "The Umbrella-Academy" von Netflix basiert auf einem Comic (von dem "My Chemical Romance" Sänger mit dem Eyeliner) und besitzt viel seines durchen Charmes, sieht aber zum Glück viel besser aus. Tatsächlich hatte ich die Comics schon einige Male in der Hand, konnte mich aber nie mit dem Zeichenstil anfreunden. Die Serie wiederum ist unheimlich schön.


Beweisstück A:


Die Story ist gut und klug, für mich teilweise aber etwas vorhersehbar. Was ich aber im Prinzip total okay finde. Beim dritten und vierten Ansehen konnte ich auch sehr viel "foreshadowing" erkennen, also dezente Hinweise auf das, was später passiert. Aber alles wunderbar subtil, ich hatte als Zuschauer nie das Gefühl, dass mich die Serie für so dumm hält, dass sie mir Hinweise penetrant um die Ohren hauen muss (Ich schaue da in deine Richtung "Dark").


Eine kurze Inhaltsangabe:

43 Kinder werden zeitgleich geboren, ohne das ihre Mütter vorher schwanger waren. Empfängnis und Geburt liegen nur Momente auseinander. Der Schock der armen Frauen! Du sitzt nichtsahnend in der Straßenbahn und plötzlich hast du Wehen. Oh Mann. Und man überlege sich nur mal, was das den Körpern der armen Frauen angetan hat. 9 Monate Babywachstum in wenigen Sekunden ... die Schwangerschaftsstreifen allein ... aber ich schweife ab.

Der exzentrische Milliardär Reginald Hargreeves adoptiert sieben davon und trainiert ihre Superkräfte. Dabei ist er kalt und lieblos, er spricht die Kinder mit Nummern statt Namen an (6 von 7 tragen aber dennoch Namen, woher die kommen weiß der Zuschauer aber nicht). 30 Jahre später treffen wir die Familie wieder, denn Hargreeves ist gestorben und seine Kinder in alle Winde verstreut. Eines der Kinder ist verschwunden, ein anderes verstorben. Nummer 4 ist drogensüchtig, Nummer 1 auf dem Mond und Nummer 2 ein Freizeitsuperheld im Alleingang.


Ich möchte gar nicht weiter auf den Inhalt eingehen, Spoiler sind doof.

Aber ich feiere diese Serie hart, kann aber auch verstehen, dass nicht Jeder einen Zugang zu ihr findet. Auf Welt.de habe ich eine Rezension gelesen (mit Spoilern ohne Warnung, also Achtung!), die sich darauf konzentriert, dass das Geigenspiel von Vanya nicht zu der Musik passt. Darauf kann man sich in einer Superheldenserie mit einer derart ungewöhnlichen Prämisse natürlich auch konzentrieren. Das ist eine Entscheidung, die jemand getroffen hat.


Ein Highlight für mich in dieser Serie sind die Figuren und deren Beziehung. Natürlich. Klaus, Nummer 4, ist da ganz weit vorn. Ein kaputter, junger Mann dessen Superkraft ihn seelisch und psychisch zerstört hat. Supertyp. Der Schauspieler Robert Sheehan hat schon Superheldenerfahrungen gemacht, als er in Misfits mitspielte. Auch da war er übrigens mein Liebling.

Aber tatsächlich gibt es in der ganzen Serie keine Figur, die ich überflüssig oder blöd finde. Auch die Antagonisten sind gut gespielt, dreidimensional und nachvollziehbare Figuren.


Fazit:

Gute Serie! Angucken!

Wenn man auf Superhelden steht.

Sonst nicht. Dabei entstehen nur doofe Artikel auf welt.de (und davon brauchen wir nicht noch mehr!)


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